DAS GESPENST VON CANTERVILLE

nach Oscar Wilde

Seit mehr als dreihundert Jahren lastet ein Fluch auf Sir Simon. Als Gespenst treibt er sein Unwesen auf Schloss Canterville und erstickt damit jede Modernisierung im Keim. Eines Tages zieht jedoch die amerikanische Familie Otis im Schloss ein, die sofort anfängt, das muffige Herrenhaus umzugestalten und mit Leben zu füllen. Sir Simon zieht alle Register, um die Familie zu vertreiben, doch nicht einmal sein erprobtes nächtliches Kettengerassel vermag die unerschrockenen Amerikaner in die Flucht zu schlagen. Im Gegenteil, Mr. Otis bietet dem Gespenst Schmieröl gegen die quietschenden Ketten an und die Kinder werfen Kissen nach ihm. Völlig erschöpft sieht Sir Simon zu, wie sich alles um ihn verändert. Eines Tages aber sieht Tochter Virgina das traurige Gespenst in einer Ecke kauernd. Sofort hat sie Mitleid mit ihm und versucht, ihn von seinem Fluch zu erlösen.

 

Garofalo lässt einen nicht in alten Bildern schwelgen, sondern bringt ebenso wie die amerikanische Familie frischen Wind herein, indem er die heutige Zeit als Schablone benutzt. Es gibt Spritzpistolen, mit welchen das Gespenst verfolgt und in den Uhrenkasten gedrängt wird, eine Scream-Maske, die das Gespenst mal selbst das Fürchten lehren soll oder das Brummen eines »coolen« neuen Cabrios des Ehepaars Otis im Hintergrund. Doch tönt das Komödienhafte keineswegs nur aus dem Hintergrund. Mit dem englisch-amerikanischen Kontrast wird immer wieder gewitzelt. 

Dagmar Varady/Reutlinger General-Anzeiger


Slapstickreich und mit einer gehörigen Portion Humor hat Olivier Garofalo die romantische Burleske von Oscar Wilde spritzig und bühnenreif inszeniert. Die Geisterstunde für Kinder ab sechs Jahren ist eine schräge Horrorkomödie, die auch für Erwachsene kurzweilige Unterhaltung bietet.

Jürgen Spiess/Südwest Presse

 

Für Kinder ab sechs Jahren ist die Komik durch das Aufeinanderprallen von drei Welten entscheidend, und das hat Olivier Garofalo mit seinen Spielern mit Witz und Temperament realisiert, ohne in Klamauk auszuufern. Köstlich der Kontrast zwischen der beherzten Familie Otis, dem steifen Aristokraten Lord Edward de Canterville mit seiner noch steiferen Haushälterin und dem 300 Jahre alten Gespenst Sir Simon, das die Eindringlinge nach Kräften zu vertreiben sucht.

Christel Voith/Schwäbische Zeitung

 

Die Badische Landesbühne sorgte in einer gelungenen Inszenierung von Olivier Garofalo "Das Gespenst von Canterville" nach Oscar Wilde für humorvolle und gruselige Momente. Und selbst Erwachsene hatten ihren Spaß an gespenstischer Komik mit märchenhaften Momenten nebst einer Prise Gesellschaftskritik.

Felix Röttger/Südwest Presse

 

Höchst amüsant, turbulent und lustig war das Stück nach dem Roman von Oscar Wilde inszeniert. Damit traf es genau den Geschmack der jungen Zuschauer. Mit jubelndem und begeistertem Applaus wurde die gelungene Aufführung von den jungen Zuschauern belohnt. Die Komödie zauberte auch beim Hinausgehen noch ein Schmunzeln auf viele Gesichter.

Silvia Lorek/Schwarzwälder-Bote

 

Olivier Garofalo ist zusammen mit Joerg Bitterich eine emotionale Inszenierung gelungen, die gerade die jungen Zuschauer mitreißt und ins Spiel hineinnimmt, als wären sie selbst auf Schloss Canterville. Am Schluss klatschen alle begeistert Beifall für den gelungenen Theaternachmittag mit viel Komik und Gelächter.

Badische Neueste Nachrichten/Martin Stock

 

Olivier Garofalo inszenierte das Stück von Oscar Wilde für die Badische Landesbühne und achtetet dabei auch darauf, dass nicht nur die Kinder etwas zu lachen hatten.

landfunker.de

 

Premiere: 6. November 2014, Badische Landesbühne Bruchsal

Inszenierung: Olivier Garofalo

Ausstattung: Georg Burger

Dramaturgie: Joerg Bitterich

Regieassistenz: Sarah Kranenpoot

 

Mit: Sandra Förster, Frederik Kienle, Stefanje Meyer, Camil Morariu, Tülin Pektas, Markus Wilharm