IM FOKUS


am ende des tages

URAUFFÜHRUNG

Auftragswerk für das Rheinische Landestheater Neuss

 

Irgendwo im Nirgendwo in einem abgeschiedenen Landhaus, nicht allzu lang nach der großen Flut, deren Folgen unsere Gesellschaft offenbar ziemlich durcheinandergerüttelt hat: Hier empfängt TV-Moderatorin Lilith Rosen den Schlachthofbetreiber Norbert Leuchten, die Bürgermeisterin Susanne Müller und als Highlight die Ikone der neuen Barmherzigkeitsbewegung Andrea Julius zur Aufzeichnung einer Talk-Runde. Die Hitzigkeit der Debatte ist vorprogrammiert, denn sie alle versprechen sich von diesem Abend Vorteile für ihre Belange, sei es die eigene Karriere oder die Überzeugung der Menschen an den Bildschirmen für die gute Sache. Und während sich die Protagonisten verbal warmlaufen, erste Angriffe gestartet, erste Überzeugungen verraten und erste Allianzen geschmiedet werden, übersehen die vier den immer stärker werdenden Regen vor der Tür und überhören den immer lauter brüllenden Chor der Verunsicherten. Der näher kommt. Wer kann sich Ihm entgegenstellen? Wer ist am Ende des Tages bereit, Barmherzigkeit zu üben?

 

Uraufführung am 10. März 2022, Rheinisches Landestheater Neuss

Inszenierung: Boris C. Motzki

Bühne und Kostüme: Miriam Busch

 

vertreten durch Felix Bloch Erben

im umbruch

URAUFFÜHRUNG

Auftragswerk für das Mierscher Kulturhaus anlässlich des 150. Geburtstags des luxemburgischen Schriftstellers und Politikers Nikolaus Welter


Eigentlich führen Vater Klaus, Mutter Marie, Tochter Charlotte und Großmutter Anna-Maria ein solides bürgerliches Leben. Nachdem aber Theo, ein alter Familienfreund und hochrangiger Funktionär der konservativen Regierungspartei, eines Tages zu Besuch kommt, werden im Familienheim aus kleinen Rissen tiefe Gräben. Theo will Klaus als neues Gesicht seiner rechten Agenda gewinnen. Klaus lässt sich auf einen mephistophelischen Pakt ein und verfällt Theos nationalistischen Plänen. In der Familie regt sich Widerstand: Marie besinnt sich ihrer emanzipatorischen Ideale und Tochter Charlotte stellt sich als Teil einer liberalen, aktivistischen Jugendbewegung mit aller Macht gegen ihren Vater

 

Uraufführung am 3. März 2022, Mierscher Kulturhaus

Inszenierung: Tom Gerber

Bühne und Kostüme: Tom Gerber

 

vertreten durch Felix Bloch Erben 

Warte nicht auf den Marlboro-Mann

weitere Inszenierungen und Wiederaufnahme

Auftragswerk für das Theater der Stadt Aalen

 

Auf einem Krankenhausflur treffen zwei sehr unterschiedliche Menschen aufeinander. Sarah hat gerade vom Motorradunfall ihres Lebensgefährten erfahren und ist aus dem Büro – das Handy im Anschlag – herbeigeeilt. Der gutmütige Pedro, ein Motorradkumpel ihres Freundes, hat sich mit viel Proviant offensichtlich auf eine längere Wartezeit eingerichtet. Pedro und sein Hobby verkörpern für sie eine unbedarfte, irrationale Lebenshaltung, die sie strikt ablehnt. Während die beiden über persönliches Risiko und den Einsatz für die Gemeinschaft diskutieren, wird die Wartezeit unerklärlich lang. Auf Sarahs Handy gehen zunehmend dringende Nachrichten ein, deren Inhalt sie geheim hält. Pedro fragt sich, warum Sarah als Mitarbeiterin eines Waffenfabrikanten eigentlich ständig auf Abruf sein muss. Und Sarah stellt die Ehrlichkeit ihres Partners, ihre ganze Beziehung und schließlich sogar Pedros Identität in Frage.

 

In dem Kammerspiel werden den Figuren nach und nach alle Sicherheiten entzogen. Der anonyme Krankenhausflur wird zu einem unheimlichen Ort, in dem Sarah und Pedro von der Welt vergessen auf Erlösung warten – oder auf den großen Knall.

 

Uraufführung am 19. Oktober 2019, Theater der Stadt Aalen

Regie: Jonathan Giele

Ausstattung: Angelika Daphne Katzinger

Dramaturgie: Tina Brüggemann

 

Weitere Inszenierungen

Kaleidoskop Theater Bettemburg (Luxemburg), Premiere  24. Februar  2021, Regie: Heidemarie Gohde

Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau, Premiere: 14. Juli 2021, Regie: Patricia Hachtel

Badische Landesbühne Bruchsal, Premiere: 8. Januar 2022, Regie: Carsten Ramm

 

Wiederaufnahme der UA-Inszenierung am Theater der Stadt Aalen in der Spielzeit 21/22

 

vertreten durch Felix Bloch Erben 

 

Es ist, was nicht war

WEITER IM REPERTOIRE

Auftragswerk für die Badische Landesbühne Bruchsal

 

Eine neue Schule, eine neue Klasse - es ist Zeit, sich den Mitschülern vorzustellen. Doch Isabelle möchte nicht von sich erzählen, sie möchte lieber von ihrer besten Freundin Elisabeth erzählen, die sie oft zum Spielen besuchte. Einen ihrer Besuche wird sie nie wieder vergessen, nämlich den Tag, an dem sie Zeugin wird, wie Elisabeths Vater wie so oft zu viel Alkohol trinkt und die Kontrolle über sich verliert. Isabelle erfährt, dass ihre Freundin ein Leben führt, bei dem sie immer wachsam sein muss, immer vorbereitet - eine gepackte Tasche mit allem Nötigen steht gepackt im Zimmer. Auch die Mutter hat eine gepackte Tasche bei sich. Für den Fall, dass es ganz schnell gehen muss. An dem Tag, an dem Isabelle bei Elisabeth ist, scheint eine solche Situation gekommen zu sein, doch ein überraschender Besuch verändert die Situation ...

Uraufführung am 18. September 2014, Badische Landesbühne Bruchsal

Klassenzimmerstück für Menschen ab 12 Jahren

Regie: Judtih Kriebel

Kostüme: Kerstin Oelker

 

Weitere Inszenierung

Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, Premiere: 29. Februar 2020, Regie: Ramona Ries 

Ins Polnische übersetzt und inszeniert von Grzegorz Stosz, Premiere: 3.. Juni 2021

 

Festivaleinladungen:

LiteraTour 2015 & 2016 in Luxemburg

22. Baden-Württembergischen Theatertagen in Heidelberg 2015

PESTKA -  Festiwal Teatrów 2021

 

vertreten durch  Felix Bloch Erben

 

Die Schneekönigin

ZWEITINSZENIERUNG

In der Vorweihnachtszeit strömen überall die Kinder ins Theater und warten gespannt darauf, was die Schauspieler ihnen auf der Bühne für eine Geschichte erzählen. Dieses Mal ist es die Geschichte von Kay und Gerda. Die beiden Freunde spielten immer zusammen und dachten sich begeistert phantastische Geschichten aus. Doch eines Tages fallen Kay Splitter des zerbrochenen Zauberspiegels ins Auge und ins Herz. Sie verwandeln Kay in einen garstigen, groben Jungen. Er kränkt Gerda, die er gerade noch seine Prinzessin nannte, und will nichts mehr mit ihr zu tun haben.  Lieber schließt er sich der Schneekönigin an, die ihn mit ihrer weißen Kutsche in ihr eiskaltes Königreich mitnimmt. Doch Gerda glaubt fest an ihre Freundschaft mit Kay und macht sich auf den Weg, ihn zu suchen. Mutig übersteht Gerda die gefährlichsten Situationen. Sie durchwandert das Reich der Blumenfrau, lässt sich von einem Raben in die Irre führen, gerät in die Fänge einer Räuberbande und gelangt schließlich mit Hilfe eines Rentiers ins Schloss der Schneekönigin, die den fast erfrorenen Kay gefangen hält. Durch die Kraft ihrer Freundschaft gelingt es Gerda, Kays Herz aus der Kältestarre zu erwecken und ihn zu befreien.

 

Nach nach Hans Christian Andersen in Zusammenarbeit mit Evelyn Nagel.

 

Theater Eisleben, Premiere am 28. Oktober 2021, Regie: Michael Moritz

 

vertreten durch Hartmann & Stauffacher GmbH

 

Das denkende Herz

WIEDERAUFNAHME

Musiktheater nach den Tagebüchern Etty Hillesums

 Autragswerk für das Forum Theater Stuttgart

Unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Stuttgart 

  

Wie kann man Unmenschlichkeit und Hass begegnen? Was lässt sich ausrichten gegen die feindliche Stimmung in der Welt? Diese heute wieder aktuellen Fragen stellte sich die jüdische Niederländerin Etty Hillesum bereits 1941. Immer und immer wieder horcht die junge Frau in sich hinein und schreibt Tagebücher, in denen sie sich selbst und die Geschehnisse in ihrer Umgebung unter dem unerbittlichen Terror der Nationalsozialisten reflektiert. Trotz der unfassbaren Schrecken in dieser Zeit gelingt es ihr, den Sinn und die Schönheit des Lebens zu erkennen. Sie reift zu einer immer stärkeren Persönlichkeit und findet ihren ganz eigenen Zugang zum Göttlichen: „Ich ruhe in mir selbst. Und jenes Selbst, das Allertiefste und Allerreichste in mir, in dem ich ruhe, nenne ich Gott.“

All ihr existenzielles Suchen gipfelt in der Frage, wie man trotz dieser Umstände seine Würde bewahren, ja, sogar stärken kann. Ihre Antworten sind Mitgefühl, Mitmenschlichkeit und Liebe — selbst für die äußeren und inneren Feinde.

 

Uraufführung am 20. Januar 2019, Forum Theater Stuttgart

Text: Olivier Garofalo

Schauspiel, Gesang: Lena Sutor-Wernich

Musik: Marco Bindelli, Lena Sutor-Wernich

Regie: Ingeborg Waldherr

Bühne und Kostüme: Silvio Motta

Choreografie: Dagny Borsdorf

Dramaturgie: Anna Katharina Setecki

 

autorenlesungen

Autorenlesung „Am Ende des Tages“

Donnerstag, 02.12.2021, TiM – Theater im Museum in Grevenbroich

Der Dramatiker Olivier Garofalo arbeitet seit dem Neustart von Caroline Stolz fest am Rheinischen Landestheater und schreibt für das Neusser Ensemble unter Titel „Am Ende des Tages“ ein neues Stück, in dem auf ebenso humorvolle wie tiefgründige Art und Weise eine Journalistin, eine Aktivistin, eine Politikerin und ein Großunternehmer aufeinandertreffen, die gerne gute, barmherzige Menschen wären, aber blöderweise an der Realität der etablierten Strukturen glanzvoll scheitern. Dass draußen ein „Chor der Verunsicherten“ sich mit Fackeln bewaffnet an die Spitze der politischen Ordnung herbeibeschwört, macht die Lage nicht einfacher … Exklusiv liest Olivier Garofalo aus seiner neuen Arbeit, berichtet von Recherchen und dem Entstehungsprozess und freut sich auf einen regen Austausch mit dem Publikum.

 

Café Europa: Olivier Garofalo

Im Theater eine neue Welt erträumen - Lesung mit Autorengespräch

Sonntag 23.01.2022, Badische Landesbühne Bruchsal / Exil Theater

„Es war wie bei Gregor Samsa: Eines Morgens bin ich aufgewacht und war Dramatiker.“ Garofalos Verwandlung vom Dramaturgen zum Dramatiker begann an der BLB. Es werden lesen Szenen aus seinen Stücken gelesen und mit dem Autor darüber gesprochen, was sich hinter „Theater als Traum“ verbirgt.