Das denkende Herz

Musiktheater nach den Tagebüchern Etty Hillesums

Ein Autragswerk des Forum Theater

Unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Stuttgart 

  

Wie kann man Unmenschlichkeit und Hass begegnen? Was lässt sich ausrichten gegen die feindliche Stimmung in der Welt? Diese heute wieder aktuellen Fragen stellte sich die jüdische Niederländerin Etty Hillesum bereits 1941. Immer und immer wieder horcht die junge Frau in sich hinein und schreibt Tagebücher, in denen sie sich selbst und die Geschehnisse in ihrer Umgebung unter dem unerbittlichen Terror der Nationalsozialisten reflektiert. Trotz der unfassbaren Schrecken in dieser Zeit gelingt es ihr, den Sinn und die Schönheit des Lebens zu erkennen. Sie reift zu einer immer stärkeren Persönlichkeit und findet ihren ganz eigenen Zugang zum Göttlichen: „Ich ruhe in mir selbst. Und jenes Selbst, das Allertiefste und Allerreichste in mir, in dem ich ruhe, nenne ich Gott.“

All ihr existenzielles Suchen gipfelt in der Frage, wie man trotz dieser Umstände seine Würde bewahren, ja, sogar stärken kann. Ihre Antworten sind Mitgefühl, Mitmenschlichkeit und Liebe — selbst für die äußeren und inneren Feinde.

 

Uraufführung am 20. Januar 2019, Forum Theater Stuttgart

Text                                         Olivier Garofalo

Schauspiel, Gesang               Lena Sutor-Wernich

Musik                                      Marco Bindelli, Lena Sutor-Wernich

Regie                                       Ingeborg Waldherr

Bühne und Kostüme              Silvio Motta

Choreografie                           Dagny Borsdorf

Dramaturgie                            Anna Katharina Setecki

 

"Frei nach den Tagebüchern der Esther Hillesum (1914–1943) erlebte das Publikum am Sonntagabend bei einer Uraufführung im Forum-Theater die Adaption ausgewählter Texte Hillesums in einem fordernden, anspruchsvollen Musiktheaterstück von beeindruckender künstlerischer Qualität. (...) Der Luxemburger Olivier Garofalo hat die umfangreichen Tagebuchaufzeichnungen, die 1981 unter dem Titel „Das zerstörte Leben“ in niederländischer und 1983 in Deutschland als „Das denkende Herz der Baracke“ in deutscher Sprache veröffentlicht wurden, sehr knapp gefasst. Erinnert wird an eine fast übermenschlich standhafte Frau."

(Stuttgarter Zeitung/Brigitte Jähnigen)