DSCHIHAD ONLINE

Morton Rhue

Dschihad Online

Bearbeitung des Romans für die Bühne

 

Der 16-jährige Khalil scheint ein ganz normaler amerikanischer Jugendlicher zu sein. Er gehört zu den Besten in seiner Schule, ist bei seinen Mitschülern beliebt und flirtet im Internet mit Mädchen. Nur sein Name ist etwas außergewöhnlich. Khalils Eltern stammen aus Bosnien und flohen nach dem Massaker von Srebrenica in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Aufgrund seines Aussehens und seines muslimischen Glaubens wird er in letzter Zeit immer wieder mit fremdenfeindlichen Äußerungen konfrontiert. Nachdem seine Eltern wieder in ihre Heimat zurückgezogen sind, mangelt es ihm zudem an den finanziellen Mitteln, um mit seinen Freunden mitzuhalten. Als sein Bruder Amir wegen Ladendiebstahls von der Polizei ins Visier genommen wird und ihm die Ausweisung droht, geraten beide unter den Einfluss radikaler Islamisten. Sie werden mit Debatten über die amerikanische Einwanderungspolitik, die von den USA geführten Kriege und die Foltermethoden konfrontiert. Verwirrt von dem neuen Fanatismus seines Bruders, sucht Khalil im Internet nach Antworten und stößt auf gewalttätige Videos von islamistischen Hasspredigern. Schließlich beginnt auch er über den heuchlerischen Westen zu twittern und träumt von einer großen Tat, die ihm die Aufmerksamkeit der ganzen Welt garantiert.

 

Uraufführung am 2. März 2018, ETA Hoffmann Theater Bamberg

Regie: Alexander Ritter

Bühne und Kostüme: Kim Schröer

Dramaturgie: Victoria Weich

 

"Zugleich ist es ein Stück Aufklärung, was der Dramaturg Olivier Garofalo aus dem gleichnamigen Roman von Morton Rhue herausdramatisiert hat. (...) Garofalos Bühnenversion und Alexander Ritters Regie machen aus dieser Geschichte einen bewegten und zuletzt auch bewegenden Theaterabend."

Nürnberger Nachrichten/Christian Muggenthaler

 

"Erzählt wird die Geschichte ausschließlich aus der Binnenperspektive Khalils. Dies ist klug, weil es auch in der Psyche des homegrown terrorist eine objektivierende Instanz nicht gibt."

Fränkischer Tag/Christoph Hägele