sweetdreams

Voller Gegensätze präsentiert sich hier eine europäische Metropole, welche von vielen geschätzt, von vielen unterschätzt wird. Zweifelsohne, sie ist schön, diese Stadt - aufregend auf den zweiten Blick, wenn man ihre kleinen Geheimnisse entdeckt und sich ihrer Legenden und Sagen erinnert; langweilig nur, wenn man sich seinen Vorurteilen hingibt. Sweet Dreams! möchte an dieser Fassade kratzen und zeigen, was wirklich dahinter steckt. Das Stück zeichnet ein imaginäres, subjektives Bild der Stadt - kritisch, parodistisch, verzaubernd und ernüchternd zugleich.

 

Uraufführung: 2. Juli 2009, grandthéâtre du Luxembourg

 

Künstlerische Leitung:

Choreografie: Gianfranco Celestino

Text: Olivier Garofalo

Kostüme: Isabelle Dickes

Musik: Emre Sevindik

Bühne: Do Demuth

Licht: Lutz Deppe

Video: Jean-Paul Frenay

  

Koproduktion mit Trois C-L - Centre de Création Chorégraphie Luxembourgeois, Grand Théâtre de Luxembourg

 

Träume und Albträume. Wenn Gianfranco Celestino sich auf die Macht solcher Bilder verlässt, hat sein Tanz-Theater die stärksten Momente. Man spürt Authentizität, Zorn, ein kraftvolles Sich-Reiben an der Stadt. Es packt einen wenn die Schauspielerin Nora Koenig der drogenabhängigen Prostituierten aus dem Bahnhofsviertel Gesicht und Stimme gibt. Wenn oben auf der Brücke der smarte Teil der Stadt Partys feiert und unten der einsame Verlierer verzweifelt auf den Wohlstandsexpress aufzuspringen versucht. Das Tänzer-Quartett setzt Celestinos raues, unkonventionelles Bewegungsrepertoire engagiert und überzeugend um. Und die Musik von Emre Sevindik liefert dafür eine vielfältige Grundlage.

Trierischer Volksfreund

 

Bissig und ironisch.

Le Quotidien