Warte nicht auf den Marlboro-Mann

Auftragswerk für das Theater der Stadt Aalen

 

Auf einem Krankenhausflur treffen zwei sehr unterschiedliche Menschen aufeinander. Sarah hat gerade vom Motorradunfall ihres Lebensgefährten erfahren und ist aus dem Büro – das Handy im Anschlag – herbeigeeilt. Der gutmütige Pedro, ein Motorradkumpel ihres Freundes, hat sich mit viel Proviant offensichtlich auf eine längere Wartezeit eingerichtet. Pedro und sein Hobby verkörpern für sie eine unbedarfte, irrationale Lebenshaltung, die sie strikt ablehnt. Während die beiden über persönliches Risiko und den Einsatz für die Gemeinschaft diskutieren, wird die Wartezeit unerklärlich lang. Auf Sarahs Handy gehen zunehmend dringende Nachrichten ein, deren Inhalt sie geheim hält. Pedro fragt sich, warum Sarah als Mitarbeiterin eines Waffenfabrikanten eigentlich ständig auf Abruf sein muss. Und Sarah stellt die Ehrlichkeit ihres Partners, ihre ganze Beziehung und schließlich sogar Pedros Identität in Frage.

 

In dem Kammerspiel von Olivier Garofalo werden den Figuren nach und nach alle Sicherheiten entzogen. Der anonyme Krankenhausflur wird zu einem unheimlichen Ort, in dem Sarah und Pedro von der Welt vergessen auf Erlösung warten – oder auf den großen Knall.

 

Uraufführung am 19. Oktober 2019, Theater der Stadt Aalen

Regie: Jonathan Giele

 

vertreten durch Felix Bloch Erben